Nirwolfs Kochtopf

Eine DSA-Sitzung dauert für gewöhnlich deutlich über vier Stunden, so dass sich stets ein gewisses Ernährungsproblem abzeichnet. Dem wird natürlich mit reichlich Chips, Schokolade und Gummibärchen Rechnung getragen, was auf die Dauer weder besonders gut für die Figur ist, noch besonders gesund. Außerdem ist es natürlich auch nicht sonderlich stimmungsvoll mit der linken Hand zur Chipstüte zu greifen und gleichzeitig mit der rechten Hand die Kochenprobe für das soeben erlegte Reh zu würfeln. Auch Tiefkühlpizza und Dönerbude können in atmosphärischer Hinsicht nur bedingt aushelfen, weswegen es sich vielleicht auch einmal lohnt in internationale Kochbücher zu schauen.

Voraussetzungen für Rezepte:
Nicht jeder ist ein großer begeisterter Koch, so dass die Rezepte relativ einfach sein sollten. Wichtiger aber ist, dass sie sich gut vorbereiten lassen, so dass während des Spielens keine lange Abwesenheit eines Koches in die Küche notwendig wird. Mehr als 20 Minuten sollte das Kochen während des Spiels nicht benötigen. Vor allem Eintöpfe oder Aufläufe aus dem Ofen, sind daher besonders geeignet. Man kann sie gut vorbereiten und muss während des Spielens nur kurz in die Küche, um den Herd einzuschalten und eventuell um eine Beilage wie Reis oder Nudeln aufzusetzen. Ein weiteres Kriterium für ein rollenspielgeeignetes Essen ist das “Essens-Handling”, also ob man es ohne großen Platzbedarf, Kleckereien und ohne schmierige Finger vertilgen kann. Ein Hähnchen z.B. ist sicher gut vorzubereiten und schmeckt lecker, aber der Fingerbedarf und anschließende Fettflecken auf den Spielunterlagen sind vorprogrammiert.

eintopf

Es muss nicht immer Eintopf sein:
Schließlich bietet das Essen noch eine Gelegenheit einen Eindruck der jeweiligen Region oder Situation zu vermitteln. Letzteres wird aber nur im Extremfall möglich sein, denn mit schimmligem Schiffszwieback, Sauerkraut und Brackwasser werden die Spieler einer Seefahrtskampagne im Gegensatz zu ihren Charakteren wesentlich kürzer erdulden, während die spielerischen Gelegenheiten für ausgiebige Festtafeln mit 11 Gängen eher rar gesät sein werden. Regionstypisches Essen lässt sich da viel eher bewerkstelligen, so dass es z.B. in einer Bornland-Kampagne einen kräftigen Rüben- oder Kartoffeleintopf geben könnte, während der Besuch des tulamidischen Basars mit einer großen Kanne Schwarztee oder einem Lammragout mit Couscous ausgeschmückt werden könnte. Weitere Möglichkeiten ergeben sich da dann fast schon von alleine, wenn man sich die irdisch verwandte Region der aventurischen Region als Vorbild nimmt.

*  einfach
*  gut vorzubereiten
*  schnell zu kochen
*  einfaches Handling
*  Zum Spiel passend

http://www.selemer-tagebuecher.de/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/Culinaria.jpg Culinaria Aventurica (244.01KB)
Eine Sammlung aventurischer Kochrezepte.

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Autor: Kronosjian
Datum: Samstag, 29. Januar 2000 20:07
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